Pflege

Shampoo ade. Haarwaschpaste, welcome.

Wer kennt das nicht: Neues Shampoo entdeckt, gekauft, ausprobiert, enttäuscht. Ich habe mir auf die Suche nach einer wahren Alternative gemacht.

Wer kennt das nicht: Neues Shampoo entdeckt, gekauft, ausprobiert, enttäuscht.

Entweder ist die Pflege zu reichhaltig und das Haarewaschen pro Woche erhöht sich von 2x auf 4x oder das Produkt spendet zu wenig Feuchtigkeit und die Haare lassen sich nicht mehr kämmen. Das Ganze können wir nun ewig weiterspielen: stumpfes, sprödes oder fliegendes Haar – die Liste der Gründe warum Shampoos, Conditioner und co. unzufrieden machen können ist ewig lang.

Viele meiner Freundinnen habe ihre perfekte Haarpflegeroutine schon gefunden, ich zähle leider nicht dazu. Meine Naturlocken und meine immer trockene Kopfhaut macht das Finden der perfekten Plege nicht leicht.

Anfang des Jahres habe ich die Entscheidung getroffen, dass mir das viele Hin & Her reicht. Ab Jänner galt daher:

  • Kein unnötiges Geldausgeben für Produkte, die ich max. 2 Mal verwende bevor sie im Badezimmerschrank in Vergessenheit geraten.
  • Ich habe zwar schon immer auf Inhaltsstoffe geachtet, aber ab sofort nur mehr natürliche Inhaltsstoffe auf pflanzlicher Basis zu 100% vegan & natürlich.
  • Verpackungsmüll vermeiden.
  • Wenn es kein Produkt für mich gibt, dann eben Selbermachen.

Nach diesem Beschluss wurde erstmal das gesamte Netz nach Lösungen für mein Problem durchsucht. Die Antwort war recht rasch gefunden, denn viele Bloggerinnen haben bereits ähnliche Vorhaben erfolgreich durchgezogen. Die Lösung: no poo!

No poo schien mir eine gute Option zu sein vor allem auch für mein ständiges Problem mit mit meiner Kopfhaut. Die beschriebenen Ergebnisse waren beneidenswert und gaben mir Hoffnung auf die baldige Erlösung!
Der Weg für meine Entscheidung war hiermit gelegt – Haarpflege ohne synthetische Stoffe, natürlich, vegan, ohne Parabene, ohne Silikone & selbstgemacht!

Der Start

Den ersten Versuch meine Haare anders zu waschen konnte ich kaum erwarten.

Ich habe mich, da ich mich zu Beginn doch nicht so ganz in den Aufwand des Selberrührens stürtzen wollte, zum Start für eine Haarseife entschieden – rein planzlich und natürlich.
Desöfteren habe ich schon bei Mannaseifen.de bestellt und war von den Produkten immer begeistert – besonders von den Hautölen, die ich vor allem im Winter gerne für die Gesichtspflege verwende. Für mein Haar-Vorhaben habe ich mich für die „Seife für gesunde Strähnen“ entschieden.
Die Seife hat super gereinigt und im nassen Zustand haben sich die Haare rein und gut angefühlt. Beim Durchkämmen hatte ich so meine Probleme und der Schaum tat in den Augen ziemlich weh. Auf Dauer war dies für wegen den brennenden Augen keine Option.

Die Suche ging weiter. Die nächste Station hieß „Lavaerde“.

Die erste Packung habe ich offline im Reformhaus Gewußt wie! gekauft – Lavaerde von Logona. Voller Vorfreude und Neugierde lies ich die nächste Haarwäsche auf mich zu kommen.
Das Anrühren der Paste war einfach: 4 EL warmes Wasser in eine Schüssel geben und die Lavaerde langsam hineinstreuen und umrühren.
Wichtig: Lavaerde zum Wasser geben und nicht Wasser zur Lavaerde, sonst entstehen Klumpen.

Die Paste wird auf der Kopfhaut aufgetragen & leicht einmassiert. Etwas der Paste wird natürlich auch in den Längen verteilt. Kurz einwirken lassen, ausspülen, fertig.
Die Haarwäsche war angenehm aber gleichzeitig auch sehr ungewohnt. Warum?

  • Es schäumt nicht.
  • Es riecht nicht.

Beide Punkte sehr ungewohnt. Punkt 1 kann nicht verändert werden und man gewöhnt sich rasch an diese Tatsache. Den fehlenden Duft habe ich die nächsten Male einfach mit einigen Tropfen Duftöl hinein gezaubert.

Die ersten Tage & die ersten 2 Wochen

Ich muss sagen ich habe mich eigentlich nie unwohl gefühlt und nicht an übermässig fettigem Haar gelitten (viele schreiben ja genau davon). Das Einzige mühsame und nervige war die Tatsache, dass die Haare extem trocken waren und daher auch sehr stark fliegend waren. Auch etwaige Spülungen mit Essig & co. haben dagegen nicht geholfen.
Es war also wieder Zeit für eine Internetrecherche. Die Lösung war auch schnell gefunden: ein selbstgemachtes Leave In Serum mit Aloe Vera und Ölen. Das musste ich einfach ausprobieren!

Notiz am Rande: Das war gleichzeitig der Beginn meiner Liebe zur selbstgemachten Kosmetik.

Das Rezept war da, nun brauchte ich nur noch die Rohstoffe zur Herstellung. Ich habe euch einige Online Shops bei denen ich bestellt hab hier zusammengefasst.

Positive Ergebnisse nach 3 Wochen

Nach 3 Wochen war ich nach einigen Tiefschlägen und ständigem Zopf tragen 🙂 langsam zufrieden mit meinen Haaren und der Kopfhaut:

  • keine juckende Kopfhaut mehr
  • keine trockenen Stellen auf der Kopfhaut mehr
  • toll glänzende Haare
  • seit der Verwendung des Serums: keine fliegenden Haare mehr

Am Feuchtigkeitshaushalt meiner Haare musste ich noch arbeiten, aber ich war zuversichtlich dies in den Griff zu bekommen.

Meine Haarpflegeroutine

Ab der 4 Woche musste ich meine Haare nur mehr ca. alle 6 Tage waschen. Täglich wurde meine Mähne ausdauernd gebürstet um den Haartalg zu verteilen und was auch gleichzeitig einen schönen Glanz in die Haare zauberte.

1x täglich habe ich als Pflege und gegen trockenes Haar das selbstgemachte Leave In Serum verwendet bzw. einfach ein paar Tropfen Öl (bevorzugt Arganöl).

That’s it!

Meine Haarpflegeprodukte

Rezept für meine Haarwaschpaste (ca. 200g)

80g Lavaerde (amazon.de)
60g Aloe Vera Gel
3g Kokosöl
4g Glycerin
60g Hydrolat Hamamelis
5 Tropfen Duftöl (in meinem Fall Lavendel)

  1. Hydrolat, Glycerin, Aloe Vera Gel und Pflegeöl in einem Gefäß vermischen.
  2. Die Lavaerde langsam und gründlich miteinander vermengen sodass sich keine Klümpchen bilden.
  3. Sollte die Mischung zu weich sein, einfach noch etwas Lavaerde hinzugeben. Sollte die Mischung zu fest sein, einfach noch etwas Hydrolat hinzugeben.

Rezept Leave In Serum (ca. 100ml)

6g Jojobaöl
2g Arganöl
3g Mandelöl
1g Vitamin E
60g Aloe Vera Gel
26g Rosenwasser
2g Weizenprotein
10 Tropfen Biokons
10 Tropfen Ätherisches Öl Orange

  1. Rosenwasser in ein hohes Gefäß geben (zb. Einmachglas). Weizenprotein hinzufügen und gut vermischen. Danach das Aloe Vera Gel hinzufügen und beiseite stellen.
  2. In einem Gefäß die Öle und das Vitamin E vermischen.
  3. Danach mit der anderen Masse vermischen.
  4. Ätherisches Öl dazu geben.
  5. Ein bis 2 Minuten stehen lassen.
  6. PH Wert messen.
  7. Konservierer hinzufügen.

Hier möchte ich nur kurz erwähnen, dass bei der Herstellung von Kosmetik einiges in Punkto Sauberkeit, Verträglichkeit, Wirkung und PH Werten beachtet werden muss. Bitte lest euch in das Thema ein bevor ihr loslegt. Mehr dazu folgt bestimmt bald auf meinem Blog.

Fazit

Ich bin totally happy!

  • Kopfhautprobleme ade!
  • Glänzende & gesunde Haare!
  • Kein Müll durch haufenweise leere Shampoo-Flaschen & co.
  • 100% natürliche Zutaten, über die man zudem noch selbst entscheidet.
  • Leidenschaft für’s selbermachen entdeckt!
  • Wunderschöne Fläschchen mit toller Pflege im Badezimmer und gleichzeitig mehr Platz!

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